Chronik

Einführung

Wenn eine Kirchengemeinde vom Bauen eines Gebäudes, einer Kirche spricht, dann kann es nicht nur um gelungene Architektur, um Kosten und Bauunterhalt gehen. Eine Kirchengemeinde investiert nicht, um Geld anzulegen, sie erfüllt sich und anderen ganz dringende Wünsche, die etwas mit Glauben und Verkündigung der Botschaft von der unbegreiflichen Liebe Gottes zu tun haben, der sich in seinem Sohn Jesus Christus allen Menschen zuwendet. So geht der Geschichte einer Kirche die Geschichte der Einrichtung von Gottesdiensten voraus. Und der Bau der Kirche hat Folgen, Auswirkungen auf die, die sich darin versammeln. So bleibt es nicht beim Bau der Kirche, wenige Jahre nach ihrer Einweihung wird auf Betreiben einiger opferbereiter Gemeindeglieder ein Pfründeverein für die Betreuung alter und kranker Mitbürger gegründet und dann wird eine Kinderheilstätte gebaut. Eine lebendige Gemeinde wächst, als Folge muss die Kirche vergrößert werden, was wieder Folgen hat …… So mögen Sie an Hand der Chronik an der Geschichte dieser Gemeinde entlang gehen und entdecken, dass hinter der Baugeschichte eine innere Geschichte der Gemeinde verborgen ist, deren „Lebensäußerungen“ wir betrachten.

Um verläßliche Quellen zu finden, haben wir Kirchenakten im Staatsarchiv Würzburg eingesehen.

Wir haben vom Architekturmuseum der Technischen Universität München aus der Monningersammlung die Entwürfe von Friedrich von Gärtner für „das Bethaus“ ausgeliehen und zeigen außerdem erstmals außerhalb von München zwei Entwürfe von Prof. August Thiersch für die Kirchenerweiterung.
Einige Blätter und Aktenstücke konnten wir auch vom Staatlichen Hochbauamt Bad Kissingen (früher Landbauamt Schweinfurt) entleihen.

Die meisten Enteckungen machten wir in unserem eigenen Pfarrarchiv, das glücklicherweise noch nicht an das Zentralarchiv abgegeben ist.
Wir wollen mit dem Text schließen, mit dem unser ältestes Kirchenbuch beginnt: Predigttext am Sonntag Cantate 1840 Math. 18, 20
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“.

Für die Kirchengemeinde
Jochen Wilde, Pfarrer

Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Kissingen

Die Reformation konnte sich keinen Eingang verschaffen, da die Stadt zum Bistum Würzburg gehörte.

1578 wurde ein am 6.12.1547 in Bad Kissingen geborener Nicolaus Nicander erwähnt, der in Wittenberg studierte und Prot. Diakonus wurde.
1643 Die Schweden belagerten die Stadt vergeblich, Peter Heil kam auf die rettende Idee mit den Bienenkörben.
1814 Abtretung des Großherzogtums Würzburg durch den Erzherzog von Toskana an die bayerische Krone (Pariser Friede). Die verfassungsmäßig gewährleistete bürgerliche und politische Gleichberechtigung aller christlichen Konfessionen war damit verbunden.
1824 Eine Zählung in Bad Kissingen ergab 1069 Einwohner, bei 902 Katholiken, 163 Juden und 4 Protestanten.
Die Protestanten wanderten 3 bis 5 Stunden zum Gottesdienst nach Poppenlauer, Niederwerrn, Schweinfurt oder Geroda. Später zog ein Engländer namens Mohaffy hierher, der die Glaubensgenossen in einer Privatwohnung sammelte.
1839 Die Zahl der Kurgäste stieg über 4000, die meisten waren evangelisch. Die Einrichtung eines öffentlichen Gottesdienstes während der Sommermonate wurde als Notwendigkeit empfunden. Ein umfangreicher Briefverkehr beschäftigte sich mit dem möglichen Versammlungsort, der Person des verantwortlichen Geistlichen und der Kostenübernahme.
König Ludwig I erteilte die allerhöchste Genehmigung.
1840 Am Sonntag Cantate fand „…..in einem sehr unbequemen, engen, niedrigen Gemache, des königlichen Landgerichts, das jetzt Registratur ist, der erste evangelische Gottesdienst statt.“
1844 Es wurde eine Petition an den König zur Gestattung von Sammlungen für die Erbauung eines Gotteshauses eingereicht, da „die Enge des Raumes und insbesondere auch Gesundheitsrücksichten vom Besuch des Gottesdienstes am bisherigen Ort abhalten. Besonders leiden unter der Enge die Königin von Württemberg und andere Fürstlichkeiten.“ Ludwig I soll von dem Vorhaben, in seinem Land von fremden Geld eine Kirche zu erbauen, auf das unangenehmste berührt gewesen sein und half deshalb dem dringenden kirchlichen Notstand sofort ab, indem er den Bau aus eigenen königlichen Mitteln anordnete und seinen Hofbaumeister Friedrich von Gärtner mit der Ausführung beauftragte.
1847 Am 6. Juni wurde nach zweijähriger Bauzeit die Einweihung der neuen Kirche zur größten Freude der Badegäste und insbesondere der protestantischen Einwohner feierlich vollzogen. Pfarrer Höfer predigte über 1. Mose 28, 17: „Hier ist nichts andres denn Gottes Haus und hier ist die Pforte des Himmels“ mit dem Thema: Die Bedeutung einer evangelischen Kirche
1) es ist eine heilige Stätte
2) Gottes Haus
3) die Pforte des Himmels.
Die Kosten wurden mit mehr als 40 000 fl festgestellt. Dr.Granville schrieb 1850 in seinem Buch „Die Heilquellen in Bad Kissingen“: „Die Kirche wird nicht Kirche genannt, damit die dortige bei weitem überwiegend römisch – katholische Bevölkerung wegen der Erbauung dieses Gotteshauses ihr Gewissen beruhigen kann – man nennt sie nur das „Bethaus „. Er beschreibt auch den Bau in ausführlicher Weise: „…Auf dem 66 Fuß hohen Dache erhebt sich das Glockenhaus kühn bis zu einer Höhe von 90 Fuß. Der ganze Bau hat bei großer Einfachheit doch eine ruhige feierliche Wirkung. Durch den Haupteingang, der erst durch eine Vorhalle führt, gelangt man in das Innere, das in das Hauptschiff und zwei kleine Seitenschiffe geteilt ist. Der Altar, der von Stein ist, steht nach Osten, er ist mit einem Kruzifix und 6 Bronzekandelabern geschmückt. Die Kanzel steht auf der linken Seite. Von der Vorhalle führen Wendeltreppen in kreisrunden Treppenhäusern zu den Galerien und zur Orgel. Die Orgel zeichnet sich, obgleich sie nur 10 klingende Stimmen besitzt, durch Fülle und Stärke der Töne aus. Die Kirche, denn man könnte das Bethaus wohl Kirche nennen, ist geschmackvoll blaß violett mit Palisander und rotbraunen Streifen ausgemalt.“ Die Orgel selber stammte von Orgelbauer Carl Friedrich Geyer (1807 – nach 1865) aus Bamberg.
1849 Eine Ministerialentschließung vom 13. September bestimmte, dass der Badgeistliche seine Funktion auch während der Wintermonate beizubehalten habe.
1850 zuständig für Kissingen, Hausen, Aschach und Euerdorf.
1851 Am 1.März wurde auf Kosten der Gemeinde der erste protestantische Privatlehrer M. Winter angestellt. Er unterrichtete in einem Privatzimmer, Theaterstraße 4, 14 Kinder.
1856 Das Vikariat wurde selbständig und es kam Hassenbach dazu.
1858 Mit Regierungsentschließung vom 20. März wurde dem Antrag der Gemeinde auf Gründung der ersten öffentlichen Protestantischen Schule mit Wirkung zum 1. Mai zugestimmt.
1858 Durch die große Opferwilligkeit vieler Kurgäste, besonders der Frau Jenny-Lind-Goldschmidt und der Herren Suringar und Bonnet aus Holland konnte der Bau des Pfarrhauses begonnen werden, in dem ab 1860, neben dem Geistlichen, auch die neu gegründete protestantische Schule Platz fand, bis sie im Jahr 1884 in das Städtische Schulhaus verlegt wurde. Interessant ist, daß die Ortsgemeinde so arm war, daß sie das Haus grundbuchamtlich und hypothekarisch auf das Gemeindeglied I.M. Ebert eintragen lassen musste.
1864 Die Zahl der Kurgäste überschritt 7000.
König Ludwig II. weilte zum ersten Mal nach seiner Thronbesteigung in Bad Kissingen. „Ihm wurde eine, von einflußreichen und angesehenen Kurgästen s.o. unterzeichnete Petition unterm 28. Juni überreicht, mit der Bitte um Errichtung einer Pfarrei. Der Erfolg blieb nicht aus. Nachdem erst noch in Beantwortung einer Anfrage des Kngl. Konsistoriums, in wie weit die Gemeinde zur Aufbringung der an der vollen Pfarrstation noch fehlenden Summen Beiträge zu leisten bereit sei, durch geeignete Vorstellung des hiesigen Kirchenvorstands und der Kirchenverwaltung konstatiert worden war, daß die Willigkeit wohl, jedoch kaum das Vermögen zu irgendwelcher neuen Lastenübernahme bei der, mit wenigen Ausnahmen unbemittelten Gemeinde sich fände, wurde durch allerhöchsten Erlaß, datiert Hohenschwangau am 15. September 1864 das prot. Pfarrvikariat dahier zu einer Pfarrei erhoben und durch Ministerialreskript vom 19. des gleichen Monats der Gehalt des künftigen Pfarrers mittels eines gewäherenden Staatszuschusses von 400 fl auf 1000 fl nebst freier Wohnung festgesetzt. Die Gemeinde beeilte sich in einer Adresse den Ausdruck ihres innigen Dankes zu den Stufen des Thrones niederzulegen.“
1869 Es gab erste Aktivitäten im diakonischen Bereich durch Gründung eines Evangelischen Pfründevereins Bad Kissingen zur Schaffung einer Heimstätte für alte Kissinger Bürger im Hause der Stifterin Katharina Krebs in der Grabengasse 8.
1882 Die Kurliste überschritt 12000, im Gotteshaus machte sich drückender Raum- und Luftmangel geltend. Eine Erweiterung wurde dringend notwendig.
1885 Die Gemeinde konnte sich wegen steigender Kurgastzahlen und Dank großer Spendenfreudigkeit eines neuen Orgelwerks erfreuen, gebaut von der „Königlich-Bayerischen Hof-Orgel- und Harmonium-Fabrik G. F. Steinmeyer“ in Oettingen. Sie hatte 22 klingende Stimmen, 6 Nebenregister und 2 Manuale.
1886 am 18. Oktober feierte man die Grundsteinlegung für die Christliche Kinderheilstätte. Dr. Dyruf spendete das Grundstück.
1887 Die Einweihung der Kinderheilstätte erfolgte mit dem Weihespruch: Gott zu Ehren,den Leiden zu wehren, die Liebe zu mehren.
1889 Zum 1.Oktober wurde die 2. prot. Schulstelle errichtet, da die Kinderzahl auf 74 gestiegen war. Im gleichen Jahr standen 52000 M zur Erweiterung der Kirche zur Verfügung, teils aus staatlichen Lotterieeinnahmen, teils aus einer Schenkung eines Gemeindeglieds und eines Zuschusses des Landtags. Professor August Thiersch, München fertigte einen Entwurf, nach dem Architekt Bruno Specht die Pläne ausarbeitete. Die Ausführung war unter Aufsicht des Kgl. Bauamts dem Kissinger Baumeister Vogler übertragen worden.
1890 Im Februar konnte mit dem Bau begonnen werden. Am 29. Mai feierte man die Grundsteinlegung. Pfarrer Beck sprach über 1.Kor. 3.11: „Einen andern Grund kann niemand legen, außer dem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ Hammerschläge wurden nicht nur vom Kirchenvorstand und Bauleuten ausgeführt, sondern auch von den Königlichen Hoheiten Prinzessinnen Friederike und Mary von Hannover und Prinzessin Thekla von Schwarzburg-Rudolstadt.
Am 23. Oktober fand in Schweinfurt der Guss der Glocken statt.
1891 Die Glocken wurden am 3. März aufgehängt und am 8. März geweiht, sie erklangen im Es-dur-Akkord.
Am 25. Oktober fand die Einweihung der erweiterten Kirche statt: „Die Kirche erhielt nach Abbruch der alten Apsis eine Verlängerung des Schiffs um 4 Meter und einen 18 m tiefen Chor im romanisch-byzantinischen Stil. Über dem Kuppelgewölbe erhebt sich der große 40 m hohe Hauptturm, in welchem sich die drei neuen Glocken aus der Glockengießerei von G.A. Hermann Schweinfurt befinden“. Die Westfassade wurde mit zwei kleinen Türmen ausgestattet, die das Kirchendach noch um 16 m überragen. Ein sehr geeigneter Fürstenstand wurde eingerichtet, neue Ausgänge geschaffen und Raum für 300 Sitzplätze zu den bereits vorhandenen 500 Sitzplätzen gewonnen. Chorfenster-VersandInfo-1891_Das Innere, in welchem eine neue steinerne Kanzel und Taufstein von (katholischen) Bildhauer Valentin Weidner dahier Aufstellung fand, wurde nach Entwurf von Karl Gayda jun. dahier stilgerecht ausgemalt. Es wurde ein farbig gemaltes Chorfenster und durch hochstehende Kurgäste (Königin Marie von Hannover) ein geschnitztes Lesepult und kunstvoll gestickte Paramente gestiftet. Alles vereinigt sich nun, bei dem Kirchenbesucher einen freudig erhebenden Eindruck hervorzurufen. Die günstige Akustik von der Kanzel blieb gewahrt. Die Kosten betrugen 98000 M .“Das Motto der Festpredigt lautete:“Aus der Enge in die Weite, aus der Tiefe in die Höhe“.Die beiden seitlichen Glasfenster (so genannte „Teppiche“) und das Christusfenster im Chorraum sind von der Mayer’schen kgl. Hofkunst Anstalt, MUENCHEN, angefertigt, das im Archiv der Firma vorhandene Lieferbuch vom Januar 1891 (Seite 143 unten) bestätigt die Anfertigung des Fensters „nach (einer Plastik von) Thorwaldsen“ und die Versendung als Frachtgut an Pfarrer Beck nach Kissingen.
Wenn man nun die Blätter- und Ranken der Ränder der drei Fenster vergleicht, so erkennt man, dass die Malereien der zwei Äußeren etwas anders sind, als die des Chorscheitelfensters. Daher nimmt man an, dass nur das mittlere Fenster 1891 von Königin Marie von Hannover gestiftet wurde. Die Ränder der acht Fenster im vorderen Bereich im Querschiff des Langhauses (je vier unten und je vier auf der Empore) wurden vermutlich (??) von der Würzburger Firma Niebeler, möglicherweise auch um 1891 gefertigt. [Ergänzung einer Forschung von Roland Bappert] Fotos der Fenster:  Chorlinks  Christus  Chorrechts
Linkes Chorfenster – Christusfenster – rechtes Chorfenster
1894 Gemeindeglied Vogler stiftete stilvolle Gasbeleuchtungskörper nebst einem Kronleuchter, Kurgast Mahn eine neue Kirchenuhr.
1895 Es wurde eine Luftheizung eingebaut.
1903 Nach letztwilliger Verfügung fiel das Haus der Witwe Krebs an den evangelischen Pfründeverein. Im Erdgeschoß war eine Diakonissenstation für Gemeinde- und Kurpflege eingerichtet, die übrigen Räume wurden als Heim für alte, gebrechliche Gemeindeglieder weiter genutzt.
1904 Die Kirche wurde mit einen Wasseranschluss versehen.
1910 Die Kirche erhielt einen elektrischen Stromanschluss und die Orgel wurde für 8000 M ab Ostern 1910 gründlich umgebaut und vergrößert. 32 klingende Stimmen wurden erstmals elektro-pneumatisch angeblasen und über 3 Manuale und Pedal angesteuert. Ein festliches Orgelkonzert zur Refinanzierung der Baukosten fand allerdings erst am 25. Mai 1914 statt.
Das Pfründehaus in der Grabengasse wurde für 51000 M verkauft und dafür wurde in der Salinenstraße 30 das Altersheim Katharinenstift durch Firma Schick gebaut. Augsburger Diakonissen übernahmen die Pflege der Bewohner.
1912 Die 3. prot.Schulstelle wurde bei einer Schülerzahl von 125 eingerichtet. Unvergessen bleibt das Wirken der Hauptlehrer Valentin Horn, Hans Brügel und Andreas Töpfer.
1917 Am 12.2. erging eine amtliche Anordnung, die aus Zinn bestehenden Prospektpfeifen der Orgel für Kriegszwecke am Bauhof abzuliefern. Die Lücken sollten mit Vorhängen verdeckt werden. Durch ständige Verschiebungen konnte man dies verhindern… Am 2.August wurde die kleinste, 7 Zentner schwere Glocke auf dem Turm zerschlagen und das Material für Verteidigungszwecke abgeführt.
1918 Am 19 .Februar wurde auch die mittlere Glocke mit 13 Zentnern zerschlagen und abtransportiert. Man hatte gehofft, durch Verzögerung und Weigerung, wie es die katholische Gemeinde versuchte, die Glocken erhalten zu können. Die Entschädigung für beide Glocken betrug 2080 M.
1923 Im Jahr 1923 wurde die Steinmeyer Orgel repariert.
1924 Der Chor und die Kuppel der Kirche wurden durch Firma Hein-Müller in Pasing mit Gemälden versehen.
1927 Vor der Kirche wurde eine Terrasse erbaut.
1930 Das Landbauamt beanstandete, dass ohne Genehmigung der Regierung farbige Fenster im Schiff eingebaut wurden. Jede staatliche Unterhaltspflicht wurde deshalb abgelehnt, eine nachträgliche Genehmigung sei einzuholen.Dazu gibt es übrigens folgende „Geschichte“: Der „Haupt-„Stifter (er ist am Fenster vorne links unten verewigt) fühlte sich von den vorbei laufenden Kurgästen zu sehr beobachtet, weswegen er im Erdgeschoss zur Stiftung dieser Buntfenster aufrief. Eigentlich gehören dort die gleichen weißen Fenster hinein wie im 1. Stock und wie hinten am Haupteingang (ehemalige Außenwand.)
In der Erlöserkirche kommt es jetzt zu folgender Baulastverteilung: Das Mittelschiff mit seinen Außenwänden und die Fenster im 1. Stock und die Fenster in der Rückwand gehören dem staatlichen Hochbauamt (1. Bauphase 1847). Der Anbau (Chorraum und Altarraum) sowie der Vorbau mit den zusätzlichen Türmen über den Treppenhäusern (1891) – sowie die Buntglasfenster im EG des Hauptschiffes (1931) – gehören der Kirchengemeinde. Wer verantwortlich für den ersten Bogen ist (am Übergang vom Hauptschiff zur Kuppel)… ?
1931 Der 1890 gegründete „Christliche Hospizverein“ erwarb von Frau Hofrat Diruf das Anwesen Kurhausstraße 11a und betrieb es als Kurhospiz „Weißes Haus“ bis 1969.
1933 Die bisherige Luftheizung der Kirche wurde durch eine elektrische Plattenheizung ersetzt.
Die „Englische Kirche“ wurde in der Absicht erworben, an ihrer Stelle ein Gemeindehaus zu errichten.
1935 Am 1. Mai wurde Pfarrer Hermann Kolb verhaftet, weil er in der Karfreitagspredigt gegen den „Mythos des 20. Jahrhunderts“ von Rosenberg gesprochen hatte. Die Gemeinde hielt fest zur Bekennenden Kirche, obwohl es zu Protestaustritten kam und verhinderte die Gründung einer DC-Gruppe der „Deutschen Christen“.
1952 Der gesamte Innenraum der Kirche wurde entsprechend der damaligen Architekturauffassung, einheitlich hell überstrichen. Viele Gemeindeglieder vermissten danach zum Beispiel das Brunnenbild über dem Apsisfenster. Glücklicherweise wurden Kanzel und Taufstein nicht durch Betonklötze ersetzt, wie es von einigen vorgeschlagen worden war, weil man angeblich „nach einem solchen Krieg, Jugendstilschnörksel nicht mehr sehen konnte“.
1954 Die Englische Kirche konnte mit unzureichenden Mitteln zu einem Behelfs-Gemeindehaus umgebaut werden. Bis 1965 neigte sich die Mauer zur Maxstraße immer stärker und machte Fundamentschäden offenbar.
1964 Unsere größte Diasporagemeinde Bad Bocklet erhielt ein Montagegemeindehaus als Behelfskirche, diese wurde 2002 nach Fertigstellung der neuen Johanneskirche abgerissen.
1968 Die durch den Grenzschutz stark angewachsene Außengemeinde Oerlenbach erhielt ebenfalls eine ähnliche Behelfskirche.
Im gleichen Jahr konnte die Englische Kirche abgebrochen und mit einem Gemeindehausneubau begonnen werden. Die Kirchenleitung hatte dem seit 1961 andauernden Drängen nachgegeben. Aus einem Architektenwettbewerb war der Entwurf des Münchner Architekten Busso von Busse als Gewinner hervorgegangen.
1970 Das Gemeindehaus konnte am 15.3. eingeweiht werden, die Zahl der Gemeindegruppen nahm sprunghaft zu.
Der Sinnberg-Kindergarten für 100 Kinder wurde mit Mitteln aus dem Verkauf des sanierungsbedürftigen Weißen Hauses geschaffen.
1971 Die Diakoniestation wurde als Folgeeinrichtung der früheren Diakonissenstation gegründet. Diese war 1956 wegen Schwesternmangel des Mutterhauses Augsburg erloschen.
1976 Der langjährige Vorsitzende des Diakonischen Werks, Alfred Balzer eröffnete das Seniorenwohnheim Katharinenstift als Nachfolgeeinrichtung des früheren Altersheims in der Salinenstraße unter dem Motto: „Eine Wohnstatt für Geborgenheit, Friede und gegenseitige Hilfsbereitschaft“.
1977 Die Kinderheilstätte ging mit einem befristeten Erbpachtvertrag in die Trägerschaft des Diakonischen Werks Schweinfurt, da die Belegungszahlen zurückgingen und eine dringend nötige Sanierung die finanziellen Möglichkeiten des Diakonischen Werks Bad Kissingen überstieg. Mit dem DW Schweinfurt, das vor allem überregionale Aufgaben erfüllt, bestanden schon lange freundschaftliche Beziehungen.
1979 In einem festlichen Gottesdienst weihte Oberkirchenrat Kurt Horn am 6. Mai die neue Orgel, die von Landeskirchenmusikdirektor Dr. Joachim Widman gespielt und vorgestellt wurde. 1976 in Auftrag gegeben wurde sie von Firma Steinmeyer erbaut. Sie hat nun 36 Register auf Schleifladen, bespielbar von 3 Manualen und Pedal.
1980 Am 11. Mai wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Kirche mit einem Dankgottesdienst abgeschlossen. Sie erhielt in ihm, auf Beschluss des Kirchenvorstands den Namen „Erlöserkirche“. In der Festpredigt ging Oberkirchenrat Meiser auf diesen Namen ein: „er verkünde ein Programm Gottes mit uns und zeige auf, daß die christlichen Gemeinden zum Rettungsdienst in der Welt berufen seien.“ Da unsere Gemeinde Kontakte zur Patengemeinde Eisenstadt pflegt, brachte der Landessuperintendent Dr. Reingrabner Grüße und Segenswünsche aus dem Burgenland.Architekt Grellmann gelang es, die verschiedenen Stilelemente von 1846 und 1891 zu einem harmonischen Ganzen zu vereinigen. Die orginale Farbgebung Friedrich von Gärtners wurde wieder hergestellt. Der Altar wurde näher zur Gemeinde gerückt. „Jesus Christus kommt den Menschen entgegen, kommt herunter an den Ort, wo wir gehen und stehen.“ Das rechte Seitenschiff, in dem sich früher die Sakristei befand, wurde für die Besucher einbezogen. Dort stand bis 2000 die Gebetswand, sowie Stuhl und Tisch mit dem Gästebuch. Die Sakristei befindet sich jetzt unter der, um 3 Stufen erhöhten Apsis. Auf dem Altar mit neuen Paramenten von Hans Herpich steht neben den Leuchtern, eine von dem Nürnberger Bildhauer Heinz Heiber geschaffene Bronze-Plastik, der man sich innerlich am besten unter dem Wort „für euch gegeben“ nähert.
1981 Das Anwesen Salinenstraße 4, ehemals Villa Schönborn, neben dem Gemeindehaus, konnte zu günstigen Bedingungen erworben und einem kirchlich – diakonischen Zentrum umgebaut werden. In ihm befinden sich die Wohnungen der 3. Pfarrstelle und der Jugendreferentin. Das vom Diakonischen Werk ausgebaute Erdgeschoß beherbergt die Diakoniestation und ein Altenbegegnungszentrum mit Clubraum, Bibliothek, Werkraum und Küche. Im Keller wurde eine Kleiderkammer eingerichtet.Am 17. November erfolgte die Gründung des „Kammerorchesters Bad Kissingen“, einem Streichorchester.
1990 Das alte Katharinenstift wurde mit einer neuen Heizung versehen und der Regierung als Wohnheim für Aussiedler verpachtet.
1993 Am 05.Dezember 1993 wurde Pfarrer Hermann Schröter mit der Bachkantate: „Jauchzet Gott in allen Landen“ von Dekan Strauß aus Schweinfurt in sein neues Amt als geschäftführender Pfarramtsleiter auf die erste Pfarrstelle Erlöserkirche eingeführt.
1994 wurde die Steinmeyer-Orgel neu intoniert und ist nun stilistisch „französisch-romantisch“ ergänzt und enthält jetzt eine Setzeranlage zur Programmierung von Registrierungen.
1995 Am 2. Oktober konnten die ersten Bewohner in das neu erbaute Pflegeheim mit 36 Betten aufgenommen werden. Am 15. Dezember feierten wir in der dazugehörigen Kapelle die Einweihung.
1996 Nach gründlicher Sanierung der verfallenen Hinterhäuser konnte die Dienstwohnung des 2. Pfarrers vom Altenberg in das Zentrum verlegt werden. Außerdem wurden Dienstwohnungen für die 4. Pfarrstelle, den Diakon und den Küster geschaffen, so dass im Gemeindehaus Räume für Jugend- und Gemeindarbeit frei werden.Die Kirche erhielt außerdem einen Gebetsleuchter nach dem Vorbild einer Weltkugel, geschaffen von dem Würzburger Kunstschmied Georg Mützel. Hier kann jede/r Besucher/in eine Kerze zum Gebet anzünden.
1998 gründete Kantor Jörg Wöltche die Gospelgruppe „Die KisSingers“.
1999 wurden im Gemeindehaus in der Salinenstraße nach gründlicher Renovierung neue Gruppenräume in Betrieb genommen.
2000 begann im Herbst der Bau der neuen Kirche in Bad Bocklet unter der Federführung von Pfarrer Hermann Schröter. Die Gestaltung als Rundkirche im Innenraum und die Verpflichtung des Künstlers Werner Mally für die künstlerische Ausgestaltung mit den „Prinzipalien“ gehen auf seine Initiative zurück.Im September kamen Pfr. Robert und Pfr. Adelheid Augustin als Standort-Pfarrer des Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei) in das Ausbildungszentrum Süd nach Oerlenbach. Beide arbeiteten auch ehrenamtlich bis zu ihrer Verabschiedung 2012 in der evang. Gemeinde in Oerlenbach mit.
Die Erlöserkirche erhielt einen neu gestalteten Eingangsbereich, der die Gäste willkommen heißt. Zugleich installierte Pfarrer Hermann Schröter den „Pfahl der Hoffnung“ als neue Gebetswand im Chorraum der Kirche.
2001 Seit Oktober gibt es wieder zwei Kinderchorgruppen in der Kantorei. Bis 2014 wächst diese Arbeit auf vier Gruppen, zeitweise sogar fünf Gruppen mit fast 100 Kindern und Jugendlichen an.
2002 wurde in Bad Bocklet die neu erbaute Johanneskirche von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich eingeweiht.
2003 erhielt die Erlöserkirche eine neue Chororgel zunächst zur Vorstellung, erbaut von dem in Bad Kissingen ansässigen Orgelbaumeister Michael Stumpf.
Die KisSingers singen die Welturaufführung des Gospel-Musicals „Oh happy Day“ von Rev. Lee Brown und Joanne Bell im Kurtheater in Bad Kissingen.
Im Dezember wurde Pfarrer Hermann Schröter in den Ruhestand verabschiedet.
2004 erhielt Pfarrer Herrmann Schröter am 1. Januar die silberne Bürgermedaille der Stadt Bad Kissingen für seine Verdienste um die Diakonie, Ökumene und die Kirchenmusik und als Seelsorger während seiner 10-jährigen Amtszeit, die am 31.12.2003 endete.
Im April 2004 wurde der Erweiterungsbau des Pflegeheims Katharinenstift in Betrieb genommen.
Im April kam neu Pfarrer Jürgen Metschl auf die 3. Pfarrstelle und am 1. September Pfarrer Jochen Wilde auf die erste Pfarrstelle.Die Kurseelsorgestelle wird als feste Stelle für Krankenhaus- und Rehaseelsorgestelle in Bad Kissingen durch den Landeskirchenrat installiert. Pfarrerin Claudia Weingärtler wird für ihren Dienst dort vorgestellt.
2005 Pfarrer Gerd Laute und Pfarrerin Christine Laute werden verabschiedet.
Ordination von Pfarrer Carsten Friedel als Pfarrer z.A. durch Regionalbischof Helmut Völkel.
Pfarrer Wolfgang Ott teilt sich mit Pfarrerin Claudia Weingärtler seit 1. März die Stelle für Krankenhaus- und Rehaseelsorge.Im Dezember wird das neue Theresienstift nach einem Umbau für 3,5 Millionen Euro als Alten- und Pflegezentrum in Trägerschaft durch das Diakonische Werk Schweinfurt eingeweiht. Leiterin des Theresienstiftes wie auch des Katharinenstiftes wird Barbara Meyerhofer, die zugleich Vorsitzende des Hospiz-Vereins ist.
Nach einem Brandanschlag im Juni 2005 beginnt noch im Dezember die teilweise vorgezogene Generalsanierung der Erlöserkirche mit der Sicherung des Dachstuhles durch das staatliche Hochbauamt.
Nun hoffen wir, dass in den Folgejahren eine komplette Innensanierung möglich und finanzierbar sein wird.
2006 Kantor Jörg Wöltche dirigiert und insziniert im Großen Saal des Regentenbaus die Johannespassion von Johann Sebastian Bach (Deutscher Kammerchor, Bayerisches Kammerorchester).
Pfarrer Norbert Küfeldt und Pfarrerin im Ehrenamt Elisabeth Küfeldt werden im Mai verabschiedet, Diakon Günter Wagner im August.
Bereits im September beginnt Diakon Johannes Hofmann seinen Dienst. Schwerpunkt der umgestalteten Diakonenstelle bildet die Familien- und Jugendarbeit.
Im Oktober beginnt zunächst der neue Dekan des Dekanates Schweinfurt, Oliver Bruckmann, seinen Dienst. Pfr. Wolfgang Ott wird – nach Ende seiner z.A.-Zeit – auf die Pfarrstelle für Kur- und Rehaseelsorge im Umfang eines halben Dienstverhältnisses installiert.
In Fortsetzung der Planung zur Generalsanierung der Erlöserkirche wird im November eine so genannte „Musterachse“ in der Erlöserkirche angelegt, dabei wird die Farbgestaltung aus dem Jahr 1891 freigelegt und dem Muster zu Grunde gelegt.
Der neu gewählte Kirchenvorstand beginnt seine 6-jährige Amtszeit mit der Einführung im Gottesdienst am 1. Advent.
2007 Pfarrer Markus Vaupel wird im Juni in sein Amt als Pfarrer auf der zweiten Pfarrstelle eingeführt.
Nach vielen und andauernden Beschwerden über die schlecht verständlichen Prediger/innen entschließt sich der Kirchenvorstand diesen Teil der Generalsanierung quasi „von hinten“ mit dem Einbau und der Inbetriebnahme einer neuen Lautsprecheranlage zu beginnen. Fast einen Kilometer Lautsprecher- und Steuerkabel werden im Juli 2007 provisorisch von Kantor Jörg Wöltche „Aufputz“ verlegt.
2008 Pfarrer Carsten Friedel wird im April nach Ende seiner „z.A.-Zeit“ verabschiedet und zum als Pfarrer auf Lebenszeit nach Geroda berufen.
Zum 1. Juli ist die Kantorenstelle an der Erlöserkirche durch einen Beschluss des Landeskirchenrates der Evang.-Luth. Kirche in Bayern von einer B- in eine A-Stelle umgewandelt worden.Cover CD-Booklet
Das Jubiläumskonzert „10 Jahre KisSingers“ im Regentenbau wird zu einem großen Erfolg für alle Beteiligten. 1.000 Zuhörer erleben eine begeisternde Gospel-Performance.
Im Juli gab es erstmals seit über 20 Jahren wieder einen Rundfunkgottesdienst (mit Bach-Kantate), der weltweit live vom Radio Deutschlandfunk und der Deutschen Welle übertragen wurde.
Im Herbst kommt erstmals eine Religionspädagogin, Michaela Loth (vh. 2009 Michaela Sauer), im Schul- und Gemeindedienst nach Bad Kissingen.
2009 Pfarrer Philipp Klein wird vom Landeskirchenrat auf die 4. Pfarrstelle in Bad Kissingen berufen. In diesem Zuge kommt es zu einer neuen Zuschneidung der Sprengel-Bezirke.
Die Stelle für Krankenhaus- und Rehaseelsorge („5. Pfarrstelle“) wird geteilt in 75% plus 50% Krankenhaus- und Rehaseelsorge.
Ein Passionsspiel in Musical-Form begeistert rund 1.700 Zuhörer in der dafür zu einer Passionsspielstätte umgebauten Erlöserkirche. 54 Kinder und Jugendliche stellen die Leidensgeschichte Jesu dar. Das Musical wurde 2014 auf YouTube.com/KissMusical veröffentlicht.
Eine zweite Musterachse wird im Chorraum der Erlöserkirche angelegt, sie zeigt in einer Rekonstruktion aus Skizzen, Fotos und Zeichnungen sowie dem Befund die ursprüngliche Bemalung aus dem Jahr 1891, die im Original fast vollständig vernichtet ist.
Pfarrer Jürgen Metschl wechselt nach Oberdachstetten (Mittelfranken), womit die 3. Pfarrstelle wieder vakant ist.
2010 CD-Booklet-2010-OrgelDie Steinmeyer-Orgel feiert Jubiläum: 125 Jahre erste und 100 Jahre zweite Steinmeyer-Orgel – auch wenn nach dem Neubau 1979 und der Umintonation 1994 nur noch Teile davon vorhanden sind. Im Frühjahr erscheint – passend zum Jubiläum – die erste Orgel-CD aus der Erlöserkirche.
Der Gospelchor ist im März im Kurtheater mit „Gospel-Passion – Gospel-Leidenschaft“ zu hören, das zweite Musical aus der Feder von Kantor Jörg Wöltche, „Darid“ hat im April seine Uraufführung im Kurtheater und der Bayerische Rundfunk überträgt zwei Gottesdienste an Karfreitag und Ostermontag live aus der Erlöserkirche.
Zudem erscheinen im renommierten Münchener Strube-Verlag die ersten eigenen Notenbücher von Kantor Jörg Wöltche und den KisSingers: „Gospel Start Up“.
2011 Ein Kurgast erstellt ein Kugelpanorama vom Innenraum der Erlöserkirche. Herzlichen Dank dafür!Erloeserkirche_Bad_Kissingen_TNIm Mai 2011 ist die 3. Pfarrstelle wieder besetzt mit Pfarrerin Christel Mebert.
Am 28. und 29. Mai gab es den ersten Dekanatskirchentag des Dekanats Schweinfurt in Bad Kissingen im Kurgarten. Landesbischof Dr. Johannes Friedrich kommt zum Gospelgottesdienst am Sonntag, am Vorabend gab es erstmals ein großes Open Air der KisSingers mit dem Titel „Gospel Fire“.
Im August wird das Diakonische Werk Bad Kissingen vom Diakonischen Werk Schweinfurt vollständig übernommen, die Verwaltungsgeschäfte wurden schon einige Jahre dort bearbeitet. Mit der Auflösung des DW Bad Kissingen endet die über 100jährige Selbstständigkeit dieses Werkes. Alle Mitarbeiter und Einrichtungen (Katharinenstift und Sinnberg-Kindergarten) werden vom Diakonischen Werk Schweinfurt übernommen.
Im November erreichte das Kammerorchester Bad Kissingen beim Bayerischen Orchesterwettbewerb, der in den Studios des Bayerischen Rundfunks in München durch den bayerischen Musikrat durchgeführt wurde, einen beachtlichen 2. Platz.
2012 Im Januar ist die Erlöserkirchengemeinde an dem bundesweiten Projekt der EKD „Kirche klingt – 2012“ mit dem 16. Konzert beteiligt. In 366+1 Konzerten an jedem Tag des Jahres wird eine Chronik von Ort zu Ort weitergereicht. Roman Riedel, Posaune und Jörg Wöltche an der Orgel, Pfr. Wilde liest dazu zum Thema „In dir ist Freude“.
Im Februar erhielt die Friedenskirche Oerlenbach eine neue Digitalorgel mit 31 Registern auf zwei Manualen.
In der Erlöserkirche wurde der im Jahr 2000 installierte „Gebetsbaum“ wieder entfernt.Von Anfang März bis Ende Mai gab es die Ausstellung „Bilder des Menschen“ mit Holzskulpturen des Bildhauers Andreas Kuhnlein zu sehen.
Im Kissinger Sommer 2012 wurde Kantor Wöltche von der Intendantin des Kissinger Sommers mit der Erarbeitung eines Konzertes beauftragt worden. Von Giacomo Rossini wird die Petite Messe Solenelle im Max-Littmann-Saal des Regentenbaus erklingen und von Bayern4Klassik für das Radio aufgezeichnet. Zudem gab es eine weitere weltweite Liveübertragung eines Radio-Gospelgottesdienstes, Gaststar war Roberta Kelly, die Predigt hielt die Rundfunkbeauftragete der ELKB, Petra Harring.
Im Juli spielte das Kammerorchester auf Einladung der Landesgartenschau zum „Tag der Laienmusik“ in Bamberg ein Open-Air-Konzert und wurde zugleich zu Rundfunkaufnahmen in ein Studio des Bayerischen Rundfunks eingeladen.
Das Musical „Finn und Felix“ hat Premiere im Kurtheater und ist zugleich die letzte Inszenierung von Kantor Jörg Wöltche, der nach sechs Jahren und sechs Aufführungen diese Arbeit einstellt.
Im Herbst bekommen alle Bänke in der Erlöserkirche endlich neue Sitzpolster, in diesem Zuge werden die in den 30er Jahren nicht ursprünglich zur Kirche gehörenden Zusatz-Bänke in den beiden Seitenschiffen vor der Reihe 1 entfernt. Zugleich endet die dreimonatige Testphase für die neue gestraffte Liturgie im Gottesdienst, die in zwölf Kirchengemeinden der ELKB ausprobiert wurde.
Das Kammerorchester Bad Kissingen spielt Mozarts Requiem in der mit einer Lichtinszenierung erleuchteten Erlöserkirche am Ewigkeitssonntag im November 2012.
2013 Der Jugendchor der Kissinger Gospel Kids „PraiSing“ gibt im Regentenbau ein 2 1/2-stündiges Gospelkonzert. 22 Jugendliche an 22 Mikrofonen lassen – verbunden mit einer fulminanten Lichtinszenierung – den Saal im 100.ten Jahr seines Bestehens erbeben. Das gesamte Konzert wird auf Youtube.com/Gospelkantor veröffentlicht.
Im Mai folgen die KisSingers mit ihrem Jubiläumskonzert zum 15-jährigen Bestehen in sinfonischer Besetzung. Hier sind Konzertbeiträge auf Youtube.com/diekissingers zu sehen.
Zum Kissinger Sommer erklingt von Mendelssohn-Bartholdy die Psalmenkantate „Wie der Hirsch schreit“: zu sehen auf YouTube.Nach 25 Jahren im Dienst der Kirchengemeinde geht im Juni 2013 die Pfarramtssekretärin Sylvia Lotter in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Frau Daniela Schärpf.
Als Beispiel für die Heilig-Abend Gottesdienste: Das Krippenspiel um 15 Uhr und ein Beitrag im Gottesdienst um 17 Uhr: Telemann, „Lobsinget, frohlocket und jauchzet“.
Im Silvesterkonzert werden zwei Stücke live mit der Kamera aus der Orgel auf Leinwand ins Kirchenschiff übertragen, von Ralf Bölting der 3. Satz aus dem Tryptichon und von Samuel Wesley ein „Duet for Organ“.
2014 In der Passionszeit gibt das Kammerorchester (an Karfreitag!) erstmals ein Solokonzert im Max-Littmann-Saal des Regentenbaus. Vivaldis Stabat Mater und Bachs Konzert für Oboe d’amore erklingen mit Mozarts Requiem, KV 622 in einer Fassung für Streichorchester alleine.
Im Kissinger Sommer erklingt die Messe in F-Dur von Johann Sebastian Bach, auf YouTube.com/Gospelkantor kann sie angeschaut werden. Ein vierter YouTube-Kanal geht auf Sendung: YouTube.com/KissMusical mit den großen Musicals aus der Kinderchorarbeit.
Pfarrer Markus Vaupel verlässt nach sieben Jahren im September 2014 Bad Kissingen und geht nach Zell bei Schweinfurt auf eine Gemeindepfarrstelle. Pfarrer Friedrich Mebert wird vom Landeskirchenrat mit der Vakanzvertretung beauftragt, damit bleibt der Kirchengemeinde eine Vakanzzeit erspart, insbesondere da im Dekanat Schweinfurt etliche Pfarrstellen unbesetzt sind.
Die Homepage wird endlich „mobil“ und mit einem Relaunch an die modernen Internet-Geräte angepasst.
Alle Predigtstellen erhalten eine neue gedruckte Gottesdienstordnung. Nach zehn Jahre dauernder Planung und Bearbeitung und intensiver Betreuung durch das Gottesdienst-Institut in Nürnberg einigen sich alle Pfarrerinnen und Pfarrer auf einen gemeinsamen liturgischen Ablauf der Gottesdienstformen, KMD Jörg Wöltche erstellt die Druckvorlage.
Am Ewigkeitssonntag übertrug das ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) den sonntäglichen Gottesdienst um 9.30 Uhr live aus der Erlöserkirche. Presseberichte vom 24.11.: Saale-Zeitung  und Mainpost sowie die Ankündigung am 18.11. in Saale-Zeitung und Mainpost.
Zum 31. Dezember verlässt Pfr. Jochen Wilde die erste Pfarrstelle und geht nach München zur Kreuzkirche als dortiger erster Pfarrer.
2015 Die Chororgel von Michael Stumpf muss die Erlöserkirche wieder verlassen.Es kommt zur Renovierung der Toilette in der Erlöserkirche.

Pfarrer Friedrich Mebert wird durch Beschluss des Landeskirchenrates mit der Verwaltung der 2. Pfarstelle beauftragt.

Der Jugend-Gospelchor gibt ein Konzert in Breuberg-Neustadt in der Kirche, in der KMD Jörg Wöltche mit 16 Jahren seinen ersten Gottesdienst an der Orgel gespielt hat. Dazu findet ein Chorseminar im Kloster Höchst im Odenwald statt. Im April rockt PraiSing den Regentenbau und geht dafür mit einer eigenen Website www.praising.de und auf Facebook (www.facebook.com/praising2) online.
Die Erlöserkirche hat nun auch eine eigene Seite auf Facebook: facebook.com/erloeserkirche.badkissingen
Mendelssohn-Bartholdy’s Kantate „Lauda Sion“ erklingt in einem bewegenden Gottesdienst mit Predigt der Regionalbischöfin des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg, Gisela Bornowski.
Pfarrerin Claudia Weingärtler verlässt nach 15 Jahren auf der Stelle für Krankenhaus, Kur- und Rehaseelsorge Bad Kissingen zum 1. November Richtung Klinikum Augsburg.
Ganz kurzfristig verlässt Diakon Johannes Hofmann nach knapp zehn Jahren Dienst die Kirchengemeinde und übernimmt die Leitung eines Hauses für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Pfr. Jurkat aus Kitzingen hilft uns nun mehr aus, die drei vakanten Stellen (1. und 5. Pfarrstelle und Diakon) zu überbrücken.

Die frisch renovierte Toilette in der Erlöserkirche wird wieder entfernt zu Gunsten einer Toilettenanlage und eines barrierefreien Zugangs, errichtet vom staatlichen Hochbauamt. Die Bauarbeiten dafür begannen im Dezember 2015 und ziehen sich bis April 2016 hin, da im Keller die noch vorhandene alte Heizung aus dem Jahr 1891 inzwischen unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Pfr. Wolfgang Ott (6. Pfarstelle für Krankenhausseelsorge) wechselt am 1.1.2016 zu 100% in die Bavaria-Kloinik und scheidet damit aus dem Kirchenvorstand aus.

Pfrin. Christel Mebert wird für Anfang 2016 vom Kirchenvorstand von der 3. auf die 1. Pfarrstelle gewählt.

2016 Am 21. Februar wird Pfarerin Christel Mebert auf die erste Pfarrstelle installiert und das Kammerorchester Bad Kissingen spielt Johann Sebastian Bachs Kanate 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“.
Das Katharinenstift wird im Februar 2016 geschlossen, das Diakonische Werk Schweinfurt unterhält im Gemeindegebiet u.a. das Theresienstift (Bad Kissingen) und das Wohnheim Kramerswiesen in Oerlenbach. Auch die Stelle für Migrationsberatung ist mit dem Eintritt in den Ruhestand von Margrit Höhn aufgelöst.
Der Jugend-Gospelchor „PraiSing“ reist für eine knappe Woche nach Straßburg und singt dort in einer ABendandacht sowie am 2. April ein Konzert in der Evangelischen Kirche (Temple Neuf) zu Straßburg, mitten in der historischen Altstadt. Der Film zum Konzert auf YouTube: PraiSing in Strasbourg/Frankreich
PraiSing in der Erlöserkirche (April 2016) und das Konzert der KisSingers zu ihrer „Volljährigkeit“ im Regentenbau (Juni 2016) wurden zu glanzvollen Konzerten und präsentierten die kirchenmusikalische Vielfalt im Bereich der Gospelmusik.

Auf den beiden Homepages www.praising.de und www.die-kissingers.de sind Bilder und Filme davon zu sehen.

Der Kantatengottesdienst zum Kissinger Sommer mit Mendelssohn-Bartholdys „Gloria“ wurde ein sehr bewegender Gottesdienst.

Der Eingang auf der Südostseite (hinten rechts) wurde vom staatlichen Hochbauamt nach sechsmonatiger Bauzeit barrierfrei umgebaut und mit einer neuen Toilette versehen. In diesem Zuge wurde die alte Heizung im Keller aus dem Jahr 1891 unter Denkmalschutz gestellt. Das Treppenhaus auf dieser Seite wurde entsprechend mit renoviert.
Die dritte Pfarrstelle ist ab 1. Juli 2016 mit Pfr. Dr. Marcus Döbert besetzt. Auch die Pfarrstelle für Krankenhausseelsorge (5. Pfarrstelle) ist mit Pfr. Steffen Lübke, Supervisor i. A. (DGfP), besetzt und beide wurden am Sonntag, 17. Juli im Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.

Das Kammerorchester gestaltete den Gottesdienst mit Georg Philipp Telemanns Suite für Altblockflöte und Orchester.

Aus den Akten des Pfarrarchivs, des Staatlichen Archivs Würzburg, das Landbauamts Schweinfurt und eigenen Unterlagen zusammengestellt von Gotthilf Riedel (bis 1997), ergänzt und fortgeführt von KMD Jörg Wöltche.
Die Mitarbeiter seit Gründung der evang. Gemeinde
Badprediger
1840 Pfarrer Albrecht Höfer
1841 Pfarrer Ludwig Ströbelein, später Prof. in Göttingen
1842 Pfarrer Karl Heinrich Caspari, auch Volksschriftsteller
1843 Pfarrer Linde, später Dekan in Neustadt Aisch
1844 Pfarrer Bachmann, später Dekan in Kulmbach
1845 Pfarrer Degner
1846/47 Pfarrer Eduard Engelhard, später Dekan in Roth
1848/49 Pfarrer Adolf Hartmann
Ständige Vikare
1850-54 Adolf Hartmann, später Dekan in St. Leonhart
1854-56 Ludwig Rothgangel, später Dekan in Öttingen
1856-60 Erhard Christa, später Dekan in Kaufbeuren
1860-64 Konrad Fikenscher, später Konsistorialrat
1864 Adolf Wagner
Pfarrer auf der 1. Pfarrstelle
1864-1870 Pfarrer Lic. D Theodor Schott
1870-1882 Pfarrer Johannes Wiesinger, später Dekan in Würzburg
1882-1884 Pfarrer Johannes Ortloph
1884-1891 Pfarrer Hermann Beck, später Dekan in Würzburg
1891-1894 Pfarrer Gottlob Hausleiter, später Prof. f. Missionsgeschichte
1895-1903 Pfarrer Wilhelm Bühlmeyer
1903-1910 Pfarrer Siegfried Kadner (bis 31.12.)
1911-1919 Pfarrer Otto Winklerbis
1919-1926 Pfarrer Rudolf Lieberich, später Dekan in Ansbach
1926-1934 Pfarrer Ferdinand Bäumler
1934-1947 Pfarrer Hermann Kolb später Dekan in Kulmbach
1947-1959 Prof. D. Dr. Robert Winkler, fr. Prof. in Heidelberg u. Breslau
1959-1969 Pfarrer Paul Theodor Muth
1970-1976 Pfarrer Hermann Baum
1977-1992 Pfarrer Johannes Münderlein
1993-2003 Pfarrer Hermann Schröter
2004-2014 Pfarrer Jochen Wilde
2016- Pfarrerin Christel Mebert
Pfarrer auf der 2. Pfarrstelle
1948-1951 Pfarrer Wilhelm Müller
1951-1959 Pfarrer Paul Theodor Muth
1959-1964 Pfarrer Dieter Koller
1964-1973 Pfarrer Hans Niederstraßer
1973-1984 Pfarrer Walter Fries, später Direktor d. evang. Fachakadmie Schweinfurt
1985-1996 Pfarrer Arno Schneider
1997-1999 Pfarrer Dr. Hans Winter
1999-2006 Pfarrer Norbert Küfeldt
2007-2014 Pfarrer Markus Vaupel
2014- Pfarrer Friedrich Mebert
Pfarrer und Pfarrerinnen auf der 3. Pfarrstelle
1965-1971 Pfarrer Dieter Botzki
1971-1977 Pfarrer Johannes Münderlein
1980-1989 Pfarrer Dr. Ernst Öffner, später Oberkirchenrat in Augsburg
1989-1995 Pfarrerehepaar Bia und Manuel Ritter,
Pfr. Ritter seit 10/2006 Kirchenrat im Landeskirchenamt
1996-1997 Pfarrerin z.A. Karin Liebl
1998-2003 Pfarrerin Christine Drini
2004-2009 Pfarrer Jürgen Metschl
2011-01/2016 Pfarrerin Christel Mebert (ab Mai 2011, ab 2016 auf der 1. Pfarrstelle)
2016- Pfarrer Dr. Marcus Döbert
Stadtvikare bzw. Pfarrer und Pfarrerinnen (z.A.), seit 1995 quasi 4. Pfarrstelle
1929 Wilhelm Wolff
1930-1932 Karl Rohrbach
1932-1935 Dr. Fritz Becker
1935-1948 Sechs Vikare (Namen nicht mehr auffindbar)
1952-1956 Eduard Rahm
1956-1960 Ulrich Binder
1961-1963 Herr Franck
1963-1965 Herr Seidel
1965-1968 Gernot Fugmann
1968-1972 Hans Dieter Eichner
1973-1977 Hans-Georg Bredull
1992-1995 Annette Schuck und Joachim Habbe
1995-1998 Pfarrerin z.A. Kathrin und Pfarrer z.A. Johannes Eunicke
1999-2001 Pfarrer z.A. Udo Sehmisch
2002-2004/5 Pfarrerin z.A. Christine (Krankenhausseelsorge) und Pfarrer Gerd Laute
2005-2008 Pfarrer z.A. Carsten Friedel
2009- Pfarrer Philipp Klein
Pfarrer und Pfarrerinnen auf der „5.“ Pfarrstelle
ab 1. März 2000, Pfarrstelle für Kur- und Rehaseelsorge, ab 1. September 2004 Pfarrstelle für Krankenhausseelsorge, de facto wird weiterhin als Pfarrstelle für Kur- und Rehaseelsorge gearbeitet. Ab 2009 75% 1. und 50% 2. Krankenhausseelsorgestelle Bad Kissingen im Dekanat Schweinfurt.
Ab 2011 fremdfinanzierter Einsatz in der Klinik Bavaria, zunächst 25%, ab Sept. 2011 zu 50%.
Ab 1.08.2013, Fremdfinanzierter Einsatz in der Klinik Bavaria wird auf 75% eines vollen Dienstverhältnisses erhöht und auf Pfarrer Wolfgang Ott übertragen (Stellenumfang 1,0), Entbindung von einer 0,25 Stelle aus dem Landesstellenplankontingent. Übertragung dieser 0,25 Stelle auf Pfarrerin Claudia Weingärtler (insgesamt Stellenumfang 1,0). Ab 1.1.2016 6. Pfarrstelle zu 100% fremdfinanziert.
2000-2004 Pfarrerin z.A. Claudia Weingärtler
2005-2006 Pfarrerin Claudia Weingärtler und Pfarrer z.A. Wolfgang Ott zu je 50%
2006-2009 Pfarrerin Claudia Weingärtler und Pfarrer Wolfgang Ott zu je 50%
2009-2010 Pfarrerin Claudia Weingärtler zu 50% und Pfarrer Wolfgang Ott zu 75%
2010-11/2015 siehe unten (5.+6. Pfarrstelle), ab 2016 sind beide Stellen zu 100% getrennt.
2016-  Pfarrer Steffen Lübke
Pfarrer und Pfarrerinnen auf der „5.  und 6.“ Pfarrstelle
2011-08/2011 Pfarrerin Claudia Weingärtler zu 50% und Pfarrer Wolfgang Ott zu 75% (davon 25% fremdfinanziert Bavaria-Klinik)
ab 09/2011-
07/2013
Pfarrerin Claudia Weingärtler zu 50% und Pfarrer Wolfgang Ott zu 100% (davon 50% fremdfinanziert Bavaria-Klinik)
08/2013-09/2015 Pfarrerin Claudia Weingärtler zu 100%
08/2013-2015 Pfarrer Wolfgang Ott zu 100% (davon 75% fremdfinanziert Bavaria-Klinik)
01/2016- Pfarrer Wolfgang Ott zu 100% fremdfinanziert durch die Bavaria-Klinik
Weitere Pfarrer und Pfarrerinnen
z.B. im Ehrenamt, im Ruhestand, bei der Bundespolizei (in Oerlenbach)
2000-2005 Pfarrer Wolfgang Ott, beurlaubt beurlaubt bis 3/2005 im kirchl. Interesse zur Dissertation
1999-2005 Pfarrerin Elisabeth Küfeldt, Pfarrerin im Ehrenamt
Pfarrer i.R. Walther Fries
Superintendent i. R. Pfr. Walter Blankenburg
2000-2012 Pfarrer Robert und Pfarrerin Adelheid Augustin, Standortpfarrer der Bundespolizei (vormals BGS), Ausbildungszentrum Süd, Oerlenbach
2013- Pfarrer Jochen Fiedler, Standortpfarrer der Bundespolizei, Ausbildungszentrum Süd, Oerlenbach
Lehrvikare
Mentor: 1. Pfarrstelle
1983-1985 Bernd Kampf
1985-1987 Gerhard Krafft
1987-1990 Karlheinz Brendel
1990-1994 Konrad Schornbaum
1995-1998 Heike Lüttgens
1999-2001 Britta Müller
2000-2002 Wolfgang Ott (Mentor: 2. Pfarrstelle)
Diakone und Diakonissen
im Gemeindedienst nach 1947
1947-1965 Hermann Paul, Gemeindehelfer
1965-1985 Siegfried Koch, Gemeindediakon
1985-1987 Werner Albrecht, Gemeindediakon
1988-2001 Fritz Lieb, Gemeindediakon
2001-2006 Günther Wagner, Gemeindediakon
2006-2015 Johannes Hofmann, Gemeindediakon
2016- Diakon Robert Klatt
1934-1956 Paula Gagel, Diakonisse
1946-1954 Felicitas Milde, Diakonisse
1972-1977 Eva Preise, Diakonisse
1977-1990 Betty Herbst, Diakonisse
1990-2007 Erika Strubel, Diakonisse
seit 2008 gibt es keine Gemeindeschwester mehr.
Hauptamtliche Jugendreferenten
1981-1990 Martin Vogtmann
1994-1997 Margarethe Scheck
seit 1998 vakant. Dieser Stelleanteil wird nicht mehr besetzt. 2006 wurde die Diakonenstelle mit dem Auftrag Jugendarbeit versehen.
Religionspädagogen
im Gemeinde- und Schuldienst
2008-2010 Michaela Loth, vh. seit 8/2009: Michaela Sauer
2010-2012 Katharina von Wedel
Chorleiter des Kirchenchores
1890-1918 Valentin Horn
1918-1945 Hans Brügel, Hauptlehrer, Organist bis 1946. 1944/45 zeitweise vertreten durch Studienrat Herchet
1945-1950 Kurt-Rainald Schmidt, Konzertmeister des Kurorchesters
1950-1953 Dr. Georg Reymann, Meteorologe
1953-1960 Heinz Müller, Kantor nebenamtlich (Organist seit 1946)
Hauptamtliche Kantoren (Kirchenmusiker)
1961-1975 Otto Eisenburger, Kapellmeister, Kantor (A-Prüfung), GMD
1975-1983 Gerd Jacob, Kantor (A-Prüfung)
1983-1991 LKMD Michael Lochner, danach bis 2016 Landeskirchenmusikdirektor in München, Tutor für Kirchenmusik an Kur- und Urlaubsorten.
Kantoren im Praktikum: 1984 Andrea Groß, 1985 Jürgen Wisgalla, 1986 Reinhold Schelter, 1988 Isolde Knittel-Zerer, 1989 Stefan Kagl
1991-1996 Stefan Kagl, Kantor (A-Prüfung)
1997- Jörg Wöltche, Kantor (Diplom-A-Prüfung). Seit 1. Juli 2008 A-Stelle. Seit Mai 2014 KMD (Kirchenmusikdirektor).

Kurze Geschichte des Kirchenvorstands

Anfänge des „Presbyteriums“ in der Urgemeinde
Schon in der Frühzeit des Christentums wurde die Gemeinde durch ein gewähltes Gremium geleitet (Apostelgeschichte 6,5; 15,6; 21,18). Diese Gruppe von Männern, die man die „Ältesten“, griechisch „Presbyter“, nannte, gab der Gemeindeleitung ihren griechischen Namen „Presbyterium“. So heißt der Kirchenvorstand in manchen Landeskirchen noch heute.
Die Ältesten hatten das Recht, Prediger zu berufen (1. Timotheusbrief 4,14) und genossen höchste Autorität (1. Petrusbrief 5, 1-5). Allerdings verlor sich die Form der Gemeindeleitung durch ein „Presbyterium“ im Laufe der Kirchengeschichte. Unter dem Einfluss des Apostels Paulus wurden die Ältesten schon im 1. Jahrhundert nicht mehr gewählt, sondern berufen. Und bald gab es für eine Gemeinde nur noch einen „Hirten“ – aus dem Presbyterium wurde der Priester.

Das „Priestertum aller Gläubigen“ – Wiederentdeckt in der Reformationszeit
Erst in der Reformationszeit im 16. Jahrhundert wurde das „Priestertum aller Gläubigen“ wieder entdeckt. Martin Luther widersprach der „Pfaffenkirche“, so etwa in seiner Schrift „Dass eine christliche Versammlung oder Gemeinde Recht und Macht habe, alle Lehre zu urteilen und Lehrer zu berufen, ein- und abzusetzen, Grund und Ursache in der Hl. Schrift“ von 1523. Doch blieb dies zunächst ohne Folgen für die Verfassung der lutherischen Kirchengemeinden.
Zwar gab es in bestimmten reformatorischen Gemeinden bald Kirchenvorstände, etwa in der Kurpfalz, wo seit 1571 „Älteste“ den Gemeinden vorstanden. Meistens setzte sich aber eine obrigkeitliche Kirchenverfassung durch: Der politische Machthaber war Oberhaupt der Kirche. Mit Hilfe des „Konsistoriums“, eines Rates, der ihm unterstand, redete er bei allen Angelegenheiten der Gemeinden mit, bestimmte die Pfarrer und regelte ihre finanzielle Ausstattung.

Der „Kirchenvorstand“: Gemeindeleitung seit dem späten 19. Jahrhundert
Erst mit den politischen Reformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen auch im Luthertum vermehrt „Presbyterien“ und „Synoden“ auf. 1815 wurde die Rheinpfalz mit ihren – von Kirchenvorständen geleiteten – Gemeinden zu Bayern hinzugerechnet. Nach ihrem Vorbild wurden in allen evangelischen Gemeinden Bayerns Kirchenvorstände eingeführt. Dabei wurden die Kirchenvorsteher von der Obrigkeit ausgewählt – oder die Familienoberhäupter einer Gemeinde wählten. Ende des 19. Jahrhunderts hatten fast alle evangelischen Gemeinden in Bayern einen Kirchenvorstand. Seine Aufgabe war vor allem die Vermögensverwaltung für die Gemeinden.
Nach der Trennung von Kirche und Staat nach dem Ersten Weltkrieg 1918 und in den Auseinandersetzungen mit den „Deutschen Christen“ im Dritten Reich begannen viele Kirchenvorstände, das Gemeindeleben in allen Belangen selbstbewusst zu gestalten – ähnlich den Ältesten der Urgemeinde. Das ist bis heute so geblieben.

Quelle: www.bayern-evangelisch.de >Wir über uns >Kirchenvorstand

Im Gemeindearchiv ist nachzulesen, dass vier Jahre nach dem Krieg, im Herbst 1949, erstmals wieder ein Kirchenvorstand installiert worden ist. Allerdings lässt sich aus den Unterlagen nicht eindeutig erkennen, wie dessen Zusammensetzung zustande gekommen ist. Unter dem Datum 1. Oktober 1949 schreibt Pfr. Dr. Winkler an die Landeskirchenstelle in Ansbach: „Nach dem Beschluss des Kirchenvorstandes Bad Kissingen vom 18.8.49, der mit Ihrem Schreiben vom 28.9.49 kirchenaufsichtlich genehmigt wurde, setzt sich der Kirchenvorstand folgendermaßen zusammen“. Ob es bereits 1949 allgemeine Kirchenvorstandwahlen gegeben hat, ist eher nicht zu vermuten – womöglich sind von den Honoratioren der Gemeinde geeignete Frauen und Männer berufen worden. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Gemeindedienst in Nürnberg wird derzeit die Zeit 1933/45 bis in die 50er Jahre untersucht. Da aber die Kirchenvorstände naturgemäß einen starken Basisbezug zur Ortgemeinde aufweisen, gibt es offensichtlich wenige oder gar keine zentral erfassten Aufzeichnungen.

Kirchenvorsteher

Jedenfalls gehörten schon damals, als im Oktober 1949 der erste Kirchenvorstand nach dem Krieg seine Arbeit aufnahm, 12 Mitglieder dem Leitungsgremium an:

Der Kirchenvorstand 1949 Leonhard Bühringer
Leonhard Burck
Alexander Elflein
Heinrich Graefe
Paul Kirstein
Klara Levin
Max Pflug
Franz Rothmund
Hans Schneider
Hans Seitz
Dr. Karl Uibeleisen
Wilhelm Weidt

Mit Bestimmtheit lässt sich sagen, dass am 9. November 1952 Kirchenvorstandswahlen stattgefunden haben, aus denen die folgenden Personen als Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher hervorgingen:

Der Kirchenvorstand 1952 Werner Brennecke
Leonhard Bühringer
Leonhard Burck
Heinrich Graefe
Hermann Köllmer
Dr. Karl Kollath
Klara Levin
Emil Mascherrek
Walter Nischk
Hans Seitz
Wilhelm Späth
Karl Töpfer

Sechs Jahre später, am 9. November 1958 wurde ein neuer Kirchenvorstand gewählt. Ihm gehörten an:

Der Kirchenvorstand 1958 Werner Brennecke
Leonhard Burck
Georg Friederich
Emil Fürst
Heinrich Graefe
Hermann Köllmer
Klara Levin
Werner Pelikan
Hans Pohrer
Gotthilf Riedel
Martin Ritter
Hans Seitz

Die Kirchenvorstandswahlen 1964 fanden am 8. November statt. Gewählt wurden:

Der Kirchenvorstand 1964 Alfred Balzer
Ingeborg Bauer, geb. Reuscher
Werner Brennecke
Georg Friederich
Dr. Reinhard Jaup
Hermann Köllmer
Ines Kraft, geb. Schräpler
Fritz Kreiner
Dr. Hans-Georg Meller
Heinz Nürnberger
Gotthilf Riedel
Martin Ritter

Bei den Kirchenvorstandswahlen am 8. November 1970 trat erstmals ein neues Verfahren ein, das bis heute Gültigkeit besitzt. Gewählt wurden 9, berufen wurden 3 Mitglieder des neuen Kirchenvorstands:

Der Kirchenvorstand 1970 Fritz Auge
Alfred Balzer
Ingeborg Bauer, geb. Reuscher
Ernst Becker
Erika Horn
Rolf Keinath
Fritz Kreiner
Dr. Hans-Georg Meller
Heinz Nürnberger
Ludwig Reinhardt
Gotthilf Riedel
Dr. Ludwig Sailer

Das Ergebnis der Kirchenvorstandswahlen vom 7. November 1976:

Der Kirchenvorstand 1976 Fritz Auge
Alfred Balzer
Erika Bang
Ingeborg Bauer
Ernst Becker
Erwin Bohl
Hans Knoch
Fritz Kreiner
Dr. Hans-Georg Meller
Heinz Nürnberger
Helmut Raßdörfer
Gotthilf Riedel

Die nächsten KV-Wahlen fanden am 7. November 1982 statt:

Der Kirchenvorstand 1982 Alfred Balzer
Erika Bang
Ingeborg Bauer
Ernst Becker
Ursula Drews
Edith Erb
Hans Knoch
Ilse Krause
Klaus Lotter
Heinz Nürnberger
Gotthilf Riedel
Albrecht Schüller

Das Ergebnis der Wahlen am 6. November 1988:

Der Kirchenvorstand 1988 Erika Bang
Wolfgang Bühringer
Erwin Bohl
Karin Englert
Edith Erb
Dieter Gollwitzer
Gerhard Großmann
Dr. Lisa Groth
Hans Knoch
Klaus Lotter
Gotthilf Riedel
Ursula Schober

Sechs Jahre später wurde wiederum ein neues Leitungsgremium bestimmt. Das Ergebnis der Wahlen vom 6. November 1994:

Der Kirchenvorstand 1994 Petra Brückner
Renate Dahnke
Karin Englert
Edith Erb
Gerhard Großmann
Dr. Reinhard Höhn
Klaus Lotter
Brigitte Ludwig
Christa Nürnberger
Gotthilf Riedel
Ursula Schober
Martin Vogtmann

Unter dem Motto „Zeichen setzen“ rückte der Termin für die KV-Wahlen erstmals in den Oktober (vorher: November). Wahltermin war der 22. Oktober 2000:

Der Kirchenvorstand 2000 Friedrich Arenz
Marie-Luise Biedermann
Kay Blankenburg
Susanne Blaßdörfer
Petra Brückner
Birgit Eber
Helga Herrmann
Regina Herzberg
Klaus Krieg
Klaus Lotter
Brigitte Ludwig
Christa Nürnberger

Am 22. Oktober 2006 wurde der neue Kirchenvorstand gewählt, die Sitzung mit der Berufung dreier weiterer Mitglieder wurde für den 8. November terminiert. Er hatte nun 12 Mitglieder und 7 beratende Mitglieder:

Der Kirchenvorstand 2006 Marie Luise Biedermann
Kay Blankenburg
Waldemar Bug
Birgit Eber*
Gitte Ferley
Dr. Astrid Heckers
Helga Herrmann
Andreas Lechler*
Catrin Leidner*
Klaus Lotter
Detlef Rausch
Petra von Schoen
[* vor dem Ende der Wahlperiode ausgeschieden]

im Laufe der Legislaturperiode sind folgende Mitglieder nachgerückt:

Claudia Klaas
Andrea Pooch
Thomas Reinhard

Für den Kirchenvorstand der am 21. Oktober 2012 gewählt wurde, fand die Berufungssitzung am 5. November statt (12 Mitglieder und 7 beratende Mitglieder):

Der Kirchenvorstand 2012 Marie Luise Biedermann
Gustav Binder
Kay Blankenburg
Susanne Blassdörfer
Silke Graskamp *
Dr. Astrid Heckers
Diana Heinrich *
Lisa Hollweg *
Klaus Lotter
Thorn Plöger
Roman Riedel
Egid Weger
Bianka Friedrich **
Hans Scholz **
Annette Späth **
[* vor dem Ende der Wahlperiode ausgeschieden.]
[** im Laufe der Legislaturperiode nachgerückt.]
beratend:
Gerlinde Füger-Helmerking
Dagmar Probandt
Thomas Reinhard
Christine Schenk

Die Chronik des Kirchenvorstandes bis 2012 wurde von Pfarrer Jochen Wilde im Januar 2013 erarbeitet.